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23.05.2011 16:05 Alter: 2 yrs

Bundeswettbewerb Jugend forscht 2012 in Erfurt

Kategorie: BATT, Kindermedienzentrum, AZM, CIB, APZ

 

Bundeswettbewerb Jugend forscht 2011 in Kiel:

Thüringer Jungforscher erfolgreich wie lange nicht!

(Erfurt, 23.05.2011) Die Thüringer Teilnehmer am 46. Bundeswettbewerb
   Jugend forscht kehren mit einer Platzierung und einer Vielzahl an
   Sonderpreisen aus Kiel zurück. Gewonnen haben sie neue Erkenntnisse,
   Erfahrungen, Motivation und Eindrücke. Sie gehörten zu den 195
   Teilnehmern aus der gesamten Bundesrepublik, die sich im Wettbewerb 2011
   gegen annähernd 11.000 Jugendliche durchgesetzt haben.

   „Wir gratulieren allen Teilnehmern zu diesem Erfolg und sind stolz über
   die Qualität der Projekte und das Auftreten sowie das Engagement der
   Thüringer. Sie haben sich selbst und Thüringen würdig vertreten“, freut
   sich Prof. Bornkessel, Vorstand der Stiftung für Technologie, Innovation
   und Forschung Thüringen (STIFT). „Gleichwohl gilt unser herzlicher Dank
   den Wettbewerbsleitern, Betreuungslehrern, Forschungspaten, Eltern und
   Patenunternehmen, ohne die dies nicht möglich gewesen wäre.“

   Dabei erwiesen sich die Thüringer Projekte in Kiel als echte
   Publikumsmagneten und ernteten viel Jurylob.

   Im Ergebnis wurde die Leistung der Thüringer Teilnehmer mit 7 der 69
   Sonderpreise und einer Platzierung anerkannt – ein Resultat, wie es
   schon lange nicht mehr erreicht wurde.

   Neben dem 5. Preis (250 €) im Fachgebiet Arbeitswelt der
   Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen,
   konnten Jana Schill und Laura Spillner vom Albert-Schweitzer-Gymnasium
   in Erfurt für ihre „Evolutionsstrategien zur Lösung von
   Optimierungsproblemen“ auch den Preis für eine technikorientierte Arbeit
   eines Mädchens (1.000 €) des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall erzielen.
   Mit der von ihnen entwickelten Software gelang es ihnen, die Leistungen
   einer Wasserturbine deutlich zu verbessern.

   Mit ihren Untersuchungen zu Behandlungsmöglichkeiten der Akromegalie –
   einem krankhaften Überschuss an Wachstumshormonen – gewannen Yvonne
   Stellmach, Tim Schmäche und Sven Westermann den Sonderpreis für
   Neurowissenschaften (500 €) im Fachgebiet Biologie.

   Kristin Endter, Gotheschule Ilmenau, beschäftigte sich in ihrem Projekt
   mit der thermischen Analyse von PET-Flaschen mit Hilfe der Dynamischen
   Differenz-Kalorimetrie und kam zu der Erkenntnis, dass die thermische
   Instabilität des Materials nicht direkt von der Kristallinität abhängt.
   Sie erhielt den Sonderpreis für Sicherheit in Chemie und
   Werkstofftechnik (500 €) des Adolf-Martens Fonds e.V.

   Lichtverhältnisse möglichst realistisch zu simulieren, ist das Ziel
   eines jeden Computergrafikprogramms. Vincent Knyrim und Erik Schultheis
   vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt widmeten sich einem besonders
   ausgefeilten Verfahren, dem Raytracing, mit dem sich die
   Lichtausbreitung am Rechner naturgetreu nachbilden lässt. Mit ihrer
   Software „LyskY“ können die Jungforscher nicht nur alltägliche
   Lichtverhältnisse nachstellen, sondern auch exotische Situationen. Für
   ihre Arbeit aus dem Fachgebiet Mathematik/Informatik erhielten Sie den
   Sonderpreis für Informationstechnik (1.000 €) des Deutschen Zentrums für
   Luft- und Raumfahrt e.V.

   Den Sonderpreis für Robotik (1.000 €) erhielten Jagdip Kang, Lukas
   Schuchard und Johann Skatulla vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt für
   ihren autonomen Roboter mit genetisch-algorithmisch erlerntem Selbstbild
   im Fachgebiet Technik.

   Mit den „HF-Eigenschaften strukturierter Dünnfilmschichten auf Glas –
   Realisierung innovativer Antennen“ beschäftigt sich Linn Bieske von der
   Goetheschule in Ilmenau. Mit ihrem Projekt im Fachgebiet Physik konnte
   sie ebenfalls zwei Sonderpreise erzielen: den Preis für
   Naturwissenschaften und Technik (500 €) der Wilhelm und Else
   Heraeus-Stiftung sowie den Preis für Mobilfunk (750 €) des
   Informationszentrum Mobilfunk e.V. Da Wärmedämmgläser den WLAN- und
   Handyempfang deutlich behindern, untersuchte Linn Bieske, ob sich die
   Beschichtung so modifizieren lässt, dass die Funkwellen weniger stark
   abgeschirmt werden. Mit unterschiedlichsten Versuchen fand sie heraus,
   dass millimeterbreite Schlitze in der Beschichtung der Gläser die
   Funkwellen besser passieren lassen. Dies geschieht, ohne eine
   nennenswerte Minderung der Wärmedämmung.

   Mit dem Ende der 46. Wettbewerbsrunde 2011 gab die Stiftung Jugend
   forscht e.V. Hamburg auch den Austragungsort und das Patenunternehmen
   für den 47. Bundeswettbewerb Jugend forscht 2012 bekannt: Am 20. Mai
   2012 werden die begehrten Preise in Erfurt vergeben, Bundespate ist dann
   die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen
   (STIFT).

   Ansprechpartner:           Dr. Sven Günther, STIFT

 

   www.stift-thueringen.de    www.jugendforschtthueringen.de
   www.jugend-forscht.de