
Thüringer Jungforscher erfolgreich wie lange nicht!
(Erfurt, 23.05.2011) Die Thüringer Teilnehmer am 46. Bundeswettbewerb
Jugend forscht kehren mit einer Platzierung und einer Vielzahl an
Sonderpreisen aus Kiel zurück. Gewonnen haben sie neue Erkenntnisse,
Erfahrungen, Motivation und Eindrücke. Sie gehörten zu den 195
Teilnehmern aus der gesamten Bundesrepublik, die sich im Wettbewerb 2011
gegen annähernd 11.000 Jugendliche durchgesetzt haben.
„Wir gratulieren allen Teilnehmern zu diesem Erfolg und sind stolz über
die Qualität der Projekte und das Auftreten sowie das Engagement der
Thüringer. Sie haben sich selbst und Thüringen würdig vertreten“, freut
sich Prof. Bornkessel, Vorstand der Stiftung für Technologie, Innovation
und Forschung Thüringen (STIFT). „Gleichwohl gilt unser herzlicher Dank
den Wettbewerbsleitern, Betreuungslehrern, Forschungspaten, Eltern und
Patenunternehmen, ohne die dies nicht möglich gewesen wäre.“
Dabei erwiesen sich die Thüringer Projekte in Kiel als echte
Publikumsmagneten und ernteten viel Jurylob.
Im Ergebnis wurde die Leistung der Thüringer Teilnehmer mit 7 der 69
Sonderpreise und einer Platzierung anerkannt – ein Resultat, wie es
schon lange nicht mehr erreicht wurde.
Neben dem 5. Preis (250 €) im Fachgebiet Arbeitswelt der
Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen,
konnten Jana Schill und Laura Spillner vom Albert-Schweitzer-Gymnasium
in Erfurt für ihre „Evolutionsstrategien zur Lösung von
Optimierungsproblemen“ auch den Preis für eine technikorientierte Arbeit
eines Mädchens (1.000 €) des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall erzielen.
Mit der von ihnen entwickelten Software gelang es ihnen, die Leistungen
einer Wasserturbine deutlich zu verbessern.
Mit ihren Untersuchungen zu Behandlungsmöglichkeiten der Akromegalie –
einem krankhaften Überschuss an Wachstumshormonen – gewannen Yvonne
Stellmach, Tim Schmäche und Sven Westermann den Sonderpreis für
Neurowissenschaften (500 €) im Fachgebiet Biologie.
Kristin Endter, Gotheschule Ilmenau, beschäftigte sich in ihrem Projekt
mit der thermischen Analyse von PET-Flaschen mit Hilfe der Dynamischen
Differenz-Kalorimetrie und kam zu der Erkenntnis, dass die thermische
Instabilität des Materials nicht direkt von der Kristallinität abhängt.
Sie erhielt den Sonderpreis für Sicherheit in Chemie und
Werkstofftechnik (500 €) des Adolf-Martens Fonds e.V.
Lichtverhältnisse möglichst realistisch zu simulieren, ist das Ziel
eines jeden Computergrafikprogramms. Vincent Knyrim und Erik Schultheis
vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt widmeten sich einem besonders
ausgefeilten Verfahren, dem Raytracing, mit dem sich die
Lichtausbreitung am Rechner naturgetreu nachbilden lässt. Mit ihrer
Software „LyskY“ können die Jungforscher nicht nur alltägliche
Lichtverhältnisse nachstellen, sondern auch exotische Situationen. Für
ihre Arbeit aus dem Fachgebiet Mathematik/Informatik erhielten Sie den
Sonderpreis für Informationstechnik (1.000 €) des Deutschen Zentrums für
Luft- und Raumfahrt e.V.
Den Sonderpreis für Robotik (1.000 €) erhielten Jagdip Kang, Lukas
Schuchard und Johann Skatulla vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt für
ihren autonomen Roboter mit genetisch-algorithmisch erlerntem Selbstbild
im Fachgebiet Technik.
Mit den „HF-Eigenschaften strukturierter Dünnfilmschichten auf Glas –
Realisierung innovativer Antennen“ beschäftigt sich Linn Bieske von der
Goetheschule in Ilmenau. Mit ihrem Projekt im Fachgebiet Physik konnte
sie ebenfalls zwei Sonderpreise erzielen: den Preis für
Naturwissenschaften und Technik (500 €) der Wilhelm und Else
Heraeus-Stiftung sowie den Preis für Mobilfunk (750 €) des
Informationszentrum Mobilfunk e.V. Da Wärmedämmgläser den WLAN- und
Handyempfang deutlich behindern, untersuchte Linn Bieske, ob sich die
Beschichtung so modifizieren lässt, dass die Funkwellen weniger stark
abgeschirmt werden. Mit unterschiedlichsten Versuchen fand sie heraus,
dass millimeterbreite Schlitze in der Beschichtung der Gläser die
Funkwellen besser passieren lassen. Dies geschieht, ohne eine
nennenswerte Minderung der Wärmedämmung.
Mit dem Ende der 46. Wettbewerbsrunde 2011 gab die Stiftung Jugend
forscht e.V. Hamburg auch den Austragungsort und das Patenunternehmen
für den 47. Bundeswettbewerb Jugend forscht 2012 bekannt: Am 20. Mai
2012 werden die begehrten Preise in Erfurt vergeben, Bundespate ist dann
die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen
(STIFT).
Ansprechpartner: Dr. Sven Günther, STIFT
www.stift-thueringen.de www.jugendforschtthueringen.de
www.jugend-forscht.de